Es ist gut drei Jahre her gewesen, dass wir einen Lieferservice bemüht hatten - die Pizza war stets gruselig, die Salate wässerig bis nichtssagend und das chinesische Essen ist schneller hier, wenn wir es um die Ecke abholen. Irgendwie berichteten die Kleinkindeltern im Bekanntenkreis von steigenden Bringdienstbestellungen, bei uns dagegen schliefen sie völlig ein.

Dann fand ich über irgendwen auf Twitter das mjam.net und habe sofort eine brauchbare Gyrosquelle erschlossen. Hurra! Auch das indische Essen war passabel, und nachdem ich mir eben einen Zehennagel längs geborsten habe und keine Lust auf Abendessenzubereitung habe, sollte es gleich mexikanische Burger geben.  Aber das Restaurant “World Pizza Service” konnte leider unsere Bestellung nicht annehmen. Seltsam. Aber gut, ich mag Gyros eh lieber (alles übersichtliche Fleisch im Originalzustand).

Über Mjam gefunden und bisher erfolgreich getestet, jeweils ca. 40 Minuten Lieferzeit:

Dionysos Düsseldorf, Lieferservice und Schnellrestaurant Griechisch

Pizza Sarah, Bringdienst Pizza - aber auch Indisch, Chinesisch, Fast Food

Draußen macht der April, was er gerade will und drinnen schäle ich Kartoffeln. Denn der weltbeste mobile Schreiner hat sich für Montag angesagt und gut Linsentopf will Weile haben.

Ganz klassische braune Linsen habe ich schon gestern eingeweicht und heute gewaschen, ungefähr 500 Gramm waren es. Jetzt sitzen sie angequollen im Topf und warten darauf, mit einer dicken Schicht Porree bedeckt zu werden, denn mein liebster Linseneintopf verlangt nach mindestens fünf bis sieben Stangen Lauch/Porree, gewaschen in hauchfeinen Fetzen. Eine Handvoll Möhren kommen auch mit in den Topf - ganz nach Laune entweder so fein geraspelt, dass sie sich unmerklich auflösen oder in soliden Scheibchen.

Der große Topf fasst sechs Liter und ist knapp über halbvoll, wenn ich den Rest mit gewürfelten Kartoffelstückchen auffülle bis 10cm unter den Rand. Dann gebe ich Gemüsebrühe hinzu: Vier Würfel à 500ml, die ich aber mit drei Litern heißem Wasser auflöse und mit dem Linsentopf zum Kochen bringe. Ordentlich salzen. Großzügig pfeffern. Vier Eßlöffel fruchtigen dunklen Balsamico-Essig unterrühren.

Auf höchster Stufe kochen lassen, nach 10 Minuten auf halbe Temperatur herunterschalten und noch 20 Minuten köcheln lassen. Abkühlen, dann wieder voll erhitzen - ausschalten, sobald der Eintopf brodelt, dabei immer schön mit einem Holzlöffel rühren. Ist der Linsentopf wieder erkaltet, ein weiteres Mal aufkochen und auskühlen lassen.

Vier bis fünf Mal wird der Linseneintopf erhitzt, wieder vollständig abgekühlt, wieder erhitzt. Wenn er beim zweiten oder dritten Mal eine Schicht klare Flüssigkeit im obersten Viertel absetzt, ist man auf dem richtigen Weg - immer schön mit dem Holzlöffel unterrühren, abschmecken und nach Belieben nachsalzen und nachpfeffern. Der Porree zerfällt vollständig, eingetuppert hält sich die Suppe mindestens vier Tage im Kühlschrank.

Köstlich.

Melody am Samstag, 18. April 2009
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Nichts vorbereitet und nichts geplant - ich geniesse momentan den Luxus der Option, jederzeit doch noch einkaufen zu gehen und alle möglichen Aufgaben zu delegieren. Süßkram soll meine Mutter mitbringen, das wird sie auch. Eier färben wir morgen vielleicht noch, doch selbst wenn nicht ... verhungern ist unmöglich, ein Blech Apfelkuchen mit Rosinen und Saurer Sahne sitzt im Ofen und morgen früh ist Markt - da wird sich schon was finden.

Gerne Frühkartöffelchen und Geflügel, aber das entscheidet sich morgen.

Was ganz anderes: Gut ein Jahr nach meinem ersten Versuch habe ich einen zweiten Anlauf genommen, mich vom Süßstoff im Kaffee zu befreien und diesmal bin ich clean.

Von Cola Light und Zero bin ich schon ganz lange weg. Die mochte ich sehr gerne, bis ich mal gesehen habe, dass buchstäblich jede sehr dicke Frau, die ich kenne, entweder literweise Cola säuft oder eben täglich ein Cola-Lightgetränk zu sich nimmt. Man muss kein Ernährungswissenschaftler sein, um zumindest auf den Gedanken zu kommen, dass es dem Stoffwechsel gegenüber vermutlich eher dumm ist, sich durchgehend einzuzuckern oder täglich Kunststoffe zu schlürfen, also habe ich die ehemals sehr gemochte Cola Light vom Einkaufsplan gestrichen und trinke höchstens mal alle Jubeljahre eine “normale”, wenn ich Lust darauf habe.

Denn auch das habe ich für mich gelernt: Wer kategorisch irgendwas 107%ig ablehnt, hat auch kein völlig normales Essverhalten. (Ich hätte aber gerne eins und arbeite dran, es weiter zu normalisieren.)

Beispiel: Eine Freundin von mir hat über lange Zeit eine Antipilz Candida-Kur machen müssen und damit sehr viel abgenommen. Jetzt ist sie super dünn, fast schon dürr und hat beschlossen, nie mehr Zucker zu essen, egal in welcher Form, und immer weiter diese Diät einzuhalten.

Nun ist sie aber stets enttäuscht, wenn sie etwas gerne essen würde und dann dank Etikett doch noch feststellt, dass Zucker drin ist. Also vermisst sie doch was. Das war bei mir nicht so, mir war nach gar nichts Süßem während der Kur, der Süßhunger war weg. Dann kam die Weihnachtszeit, mit Lebkuchen, Plätzchen und Stollen und irgendwann habe ich dann doch wieder angefangen.

Aber immerhin, der Süßstoff ist raus aus unserem Haushalt und das ist auch schon ein wichtiger Schritt.

Melody am Freitag, 10. April 2009
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Bei Sandrachen gefunden und einfach ohne zu fragen mitgenommen :-)

Wie alt ist die Küche?
Fünf der Oberschränke sind von 1980, fast der ganze Rest von 2006, der Küchenwagen von 2005 und die große Truhenbank von 1809.

Ich kann nicht kochen ohne …
frisch gemahlenes Salz, frischen Pfeffer. Gemüse, tonnenweise. Kräuter, Zwiebeln, meine Gewürzkörbchen.

Ich mag es nicht, in der Küche zu stehen …
wenn ich keine Lust habe, zusätzlich zum ganzen restlichen Alltag auch noch zu kochen. Dann übernimmt der Mann oder wir holen Mittagstisch von einem der Restaurants in der Nähe oder gehen aus.

Besonders gelungen ist sind mir …
diese Frikadellen, diese Waffeln, mehrere Wagenladungen Lebkuchen und andere Plätzchen in der Vorweihnachtszeit.

Voll daneben ging …
Der Stollen, er war zu trocken und nur mit heißer Zimtschokolade zusammen eine leckere Angelegenheit. So manche Gemüsepfanne, die ich zusammenpappte, wenn ich in Gedanken woanders war, wobei das dann zwar noch schmeckt, aber nach bereits einmal gebrauchtem Essen aussieht ...

Das neueste Gerät …
Gerät? Wir holen übermorgen einen neuen Toaster, der wird das dann wohl. Ansonsten eine Menge Backformen aus Edelstahl und Silikon und eine zweite Minimuffin-Backform neulich, die elektrischen Küchengeräte reizen mich gar nicht so.

Ich verzichte beim Kochen…
auf Fertigmischungen (Ausnahme: Marinade von Asian Home Gourmet, da sind tatsächlich nur Gewürze drin), Fertig- und Fixprodukte (Ausnahme: Gemüsebrühe), Konserven (Ausnahme: Mais, rote Chilibohnen, ab und zu Sardinen).

Bei uns sucht man vergebens im Kühlschrank…
Alkohol, Sprühsahne (bah), “Fruchtjoghurts”, Convenience Food ab Stufe II (roh vorbereitet ja, bereits angewürzt oder eingelegt nein).

Besonders gerne koche ich …
Junge Kartöffelchen, die danach in Butter im Wok mit Rosmarin geschwenkt werden. Dazu Steak und ein Riesenberg Salat. Ja, ich weiß: Nicht sehr originell. Aber dafür ehrlich :-)
Gutes Hackfleisch, gute Pasta, deftige Eintöpfe.

Kochen werde ich nie …
Hummer, Insekten, Sülze.

Das Nächste, was ich ausprobieren werde ist …
Wir haben gerade erst am Mittwoch ein köstliches Brathähnchen getestet, ähnlich wie dieses. Momentan weiche ich braune Linsen ein, für Pasta e lenticchie mit viel Porree, das hatte ich schon ewig nicht mehr.

Zutaten die immer vorrätig sind …
Gewürze, Salze, Zucker und Mehl und Griess, Gemüse im Tiefkühler und in der Gemüsetruhe, Joghurt und Quark und Milch und Eier im Kühlschrank, Reis Pasta und Bohnen und Linsen in mehreren Farben, Zwiebeln und Kartoffeln.

Was fehlt in deiner Küche?
Ein viel größerer Gefrierschrank wäre wunderbar, um in jeder Saison die beste Ernte mitzunehmen.

Was bereitest du als Nächstes zu?
Vollkorntoast mit Peanutbutter-Crunch, fürchte ich. Ein Glas im Jahr muss sein, scheinbar ist es mal wieder so weit :-)

Melody am Samstag, 28. März 2009
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Etwas verschämt puste ich den Staub aus den Ecken meines armen vernachlässigten Food-Blogs, das immer zu kurz kommt, wenn das echte Leben anderswo zuschlägt. Dabei passiert auch auf den Kuechenzeilen so einiges und in unserer Küche sowieso.

*

Besonders gefreut habe ich mich, als Mitkoch Thorsten ein Bild vom schnellen Pfundstopf mit Hack einreichte, als ich mal wieder mit dem Entleeren der Kamera trödelte. Leider hat er nicht geschrieben, ob er ein Blog oder eine Website hat, sonst hätte ich gerne verlinkt.

Magic Muffins für den Kindergeburtstag

Die Muffins von Frau Antonmann kenne ich als »Magic Muffins«, jedenfalls so ähnlich: Mit 300g Vanillequark statt Banane nämlich und ohne Schokostreusel. Magisch sind die Frau Antonmannschen auf jeden Fall, denn als ich das Rezept verdoppelte, um sie zu einer Geburtstagsparty mitzunehmen, hatte ich plötzlich nicht nur zwei Bleche Muffins, sondern zusätzlich auch noch zwei Bleche Minimuffins. Sehr lecker, aber wirklich viel. Perfekt also.

*

Während ich noch überlege, wann ich meine Schokoladen- und Vanillewaffeln mal backe und abbilde, damit sie ein hübsch schwarzweißes Waffelmuster ergeben, schlägt Sandrachen diese Idee um Längen und backt rote, blaue und grüne Waffeln und landet damit als erstes externes Waffel-Rezept auf meiner Waffel-Rezepteseite.

*

Wir essen zwar ständig welches zu den Mahlzeiten, aber für mein Gefühl irgendwie immer noch zu wenig Gemüse. Oder zu wenige Varianten, das ist es wohl eher. Nun heißt es, ein paar schöne Gemüserezepte zu finden und neue Sachen zu probieren. Ich hoffe, dass ich dann auch die Zeit finde, sie zu bloggen.

Melody am Freitag, 27. Februar 2009
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