»Was nehmt ihr denn immer mit, wenn ihr picknicken geht?« fragte mich eine Spielplatzmutter, die durch uns ein bisschen auf den Geschmack gekommen ist: An den heißen Tagen werfen wir eine Kiste Wasser und ein Picknick in den Bollerwagen und ziehen mit einer befreundeten Familie in den Wald.

In den Körben befinden sich normalerweise (neben Tellern, Tassen, Servietten und Bechern):

Brötchen vom Bäcker, der praktischerweise im Nebenhaus ist und auch am Sonntag geöffnet hat
Vollkorn- oder Schwarzbrot, was noch im Haus ist (meistens “pures” Roggenbrot vom Landbäcker)
Butter, aus praktischen Gründen in eine Tupperschüssel umgefüllt
Aufschnitt (Mortadella, Salami, ab und zu Schinken)
Käse (geschnittener Gouda, Camembert oder eine Ecke Brie)
Marmelade und/oder Nuss-Aufstrich
Äpfel, Bananen, Paprika in Stücken, geschälte Möhren, Salatgurke in Scheiben
ein paar Joghurts natur oder bio mit Obst

und je nach Laune

Mozzarella-Scheiben auf Basilikumtomaten
6-10 hart gekochte Eier
eingelegte Maiskölbchen, Cornichons, Oliven, Peperoni
Wassermelone (in mini und bio)
ein paar Kekse oder Muffins
Apfel-, Holunder- oder Mangosaft für leichte Schorlen
gebratenes Geflügel, kalt serviert

sowie
Nudelsalat oder Linsensalat
Geflügelknackwürstchen
gefüllte Pfannkuchen
Blätterteigtörtchen deftig
Kuchen/Käsesahnetorte
oder oder oder :-)

Nach einigen wilden Delikatessen anfangs haben wir gelernt, dass man nicht immer den Antipasti-Stand vom Wochenmarkt leerräumen muss, ein paar Highlights reichen völlig.

Melody am Donnerstag, 01. Juli 2010
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Erinnert sich noch jemand an die ersten Male, als Biokisten in Mode kamen und man jede Woche unweigerlich auf irgendein Gemüse starrte, das man vergessen hatte abzubestellen - oder nicht kannte und erst mal googeln musste? Wir hatten mal einen in Bezug auf Biokosteninhalte recht harten Winter, unabänderlich dominiert von allen Winterkohlsorten, die sich auftreiben lassen.

Das wird nicht wieder passieren. Auch Biokisten sind im modernen Web angekommen: Eben habe ich mich online in mein Abo für nächste Woche eingeloggt, den Rosenkohl rausgeworfen und stattdessen Wirsing genommen. Beim Obst ein paar Birnen mehr als nur eine gewählt und ein Suppenhuhn vorbestellt.

Es ist ein seltsames Gefühl, dass die Biokiste kein überdimensioniertes Überraschungsei voller Herausforderungen mehr ist. Spannend war es ja doch immer, den Kopf in die Kiste zu stecken und sich zu fragen, was wohl als erstes weg sollte und was man alleine essen wird, weil es keiner mag.

Aber die Chancen für unser Abo stehen mit der Komfortverwaltung wesentlich besser. Denn so lustig der Überraschungseffekt war, so nervig wurde er nach ein paar Monaten, so dass wir immer mal wieder lange oder länger pausierten. Jetzt ist es fast wie ein normaler Einkauf. Nur schöner.

Melody am Samstag, 16. Januar 2010
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Waffeln sind allen angeblichen Neujahrsvorsätzen zum Trotz das angesagteste Gebäck zurzeit. Wenn man dieses Rezept mit Süßstoff statt Zucker macht, hat man wahrhaft kalorienarme Waffeln, darauf haben mich schon mehrere Bekannte hingewiesen.

Wir sind aber ein süßstofffreier Haushalt inzwischen, oder zumindest zu 99% frei davon: Im Wohnzimmer liegt ein Döschen für Besucher, und neulich habe ich eine Marmelade erwischt, die “ohne Zuckerzusatz” zu sein versprach, statt dessen aber Süßstoff enthält, was ich nicht gesehen habe. Wenn jemand den Tipp mit dem Saccharin etc. in die Comments schreiben würde, schalte ich ihn sicherlich frei ... aber ein “Plastik” Waffelrezept scheint mir nicht so verlockend.

Zwei Anläufe hat es gekostet, mich dem Süßstoff zu entwöhnen. Der Mann frisst wie ein Scheunendrescher und auch ungefähr eben so viel, er hat nie Süßstoff verwendet und das Kind natürlich auch nicht. Nur ich habe fast 10 Jahre lang die süße Angewohnheit gehabt, Milchkaffee mit Natreen oder später hochwertigeren Süßen zu verfeinern und bin immer noch erstaunt, wie schwer es mir gefallen ist, davon und von Cola Light “herunter” zu kommen.

Melody am Montag, 11. Januar 2010
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Während ich mir zum Abendessen zwei kleine runde Ziegenkäse mit Schinken umwickelte und mit Selleriehobel und Pistazienkernen in der Pfanne drei Minuten angrillte, um sie dann auf einen Salat zu setzen ... musste ich doch wieder einmal darüber nachdenken, wie aufwändig es doch ist, lecker zu essen und eben grundsätzlich keinen Supermarktmüll zu futtern.

Alleine heute zwischendurch: Möhren reinigen und für den nächsten Eintopf und als Beigabe zum gemischten Frühstück/Abendbrot in Scheiben schneiden oder tuppern. Einen Berg Porree putzen, zwei Sellerie zerlegen, eine halbe Stunde lang alle Biobio-Äpfel sorgfältig waschen und mit Baumwolltüchern trockenreiben, bevor sie in den Obstkorb wandern. Kernige und feine Haferflocken mischen und einweichen für ein grob nach Bircher angemischtes Frühstück morgen früh, denn ein paar Nashi-Birnen und diverse Mandarinen und Bananen sollen nicht so lange warten, bis sie weg müssen. Da waren der Besuch beim Metzger, die Suche nach dem richtigen Obst und Gemüse, der Markt und der andere Einkauf noch gar nicht mit drin, das Putzen und Zerkleinern der Champignons und Zwiebeln ...

Was das immer für eine Zeit kostet, die ja auch irgendwo her kommen muss - eigentlich Wahnsinn, wenn man keine Hausfrau ist, sondern berufstätig. Aber wenn man kein Supermarktfleisch, keine Konservierungs- und Süßstoffe, keine Geschmacksverstärker und keine irgendwie aufgeschäumte Nahrung zu sich nehmen will, muss man diese Zeit wohl finden.

Ich kann nachvollziehen, warum viele Leute Tiefkühlbeutel und Dosen nach Hause schleppen, um sich die Essenszubereitung zu vereinfachen.

Nachvollziehen, aber nicht verstehen.

Melody am Samstag, 09. Januar 2010
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Möge euer Jahr vielschichtig, gehaltvoll und lecker werden!°

Melody am Mittwoch, 30. Dezember 2009
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