Word of Mouth, FoodBlog





Omelett-Rezept (Oops I did it again)

Schon wieder. Schon wieder habe ich vergessen zu fotografieren. Dabei weiß ich doch, wie schwierig das perfekte Omelett ist: Golden, fluffig, ganz durch und doch nicht trocken. Wer einmal den Dreh raus hat, sollte sein Wissen teilen - denn gibt es etwas netteres als vollkommene Mahlzeiten mit nur drei frischen Zutaten, die in 10 Minuten gemacht sind und auch noch wunderbar schmecken? Einfaches, aber gutes Essen ist großartig.

Der Mann im Haus gestand jedenfalls, dass er Omeletts vorher für eine Art flächiges Rührei gehalten habe und starrte verzückt den goldgebräunten Fluff auf seinem Teller an, bevor ich frische Champignons mit Schmant aus dem Wok darüberkippte.

Und das ist die Anleitung für perfekte, fluffige Omeletts:

Eine Herdplatte auf niedrige Temperatur stellen, so zwischen Stufe 1 und 2. Die wartet dann mal kurz.

Eine weitere Herdplatte voll aufdrehen und eine gusseiserne Pfanne draufstellen. Beschichtete Pfanne geht auch, aber flach sollte sie sein und nicht allzu groß.

Dann trennt man die Dotter von fünf Eiern und schlägt das Eiweiß mit dem Handmixer kurz schaumig auf - es muss kein Eischnee werden, nur Schaum. Das Eigelb in den Schaum kippen und ganz kurz den Handmixer noch einmal reinhalten, um es unterzumischen. Nur kurz, sonst wird das Omelett zäh!

Die Pfanne dürfte jetzt brutzelheiß sein und bekommt zwei Löffel gutes Olivenöl und einen gestrichene Esslöffel Butter eingeschenkt. Wenn die Butter geschmolzen ist, noch einmal durch den Eischaum rühren und die Hälfte in die heiße Pfanne giessen.

Ja, ich weiß. In ganz vielen Omelettrezepten steht, das Ei dürfe gerade mal den Boden bedecken. Aber ehrlich, drei Zentimeter hoch geht auch, kein Problem.

Das Ei muss nun anstocken, die Pfanne brutzeln und der Boden vom Omelett erst überhaupt entstehen und dann ein bisschen goldbraun werden. Dauert so 3-4 Minuten. Sobald er goldig und am Rand leicht knusprig ist, stellt man es zum Stocken auf die mild erwärmte Platte (jetzt könnte man mit einer zweiten Pfanne zeitverzögert das zweite Omelett beginnen). Das ist dann ein guter Moment, um es mit frischen Kräutern zu bewerfen und Salz und Pfeffer zu ergänzen.

Nach nochmal 3-4 Minuten mit einem Pfannenwender rundherum den Rand ablösen und das Omelett mutig auf den Rücken werfen, als handele es sich um einen ambitionierten Pfannkuchen. Wenn es nicht klappt, ist das auch nicht so schlimm, denn mehrere große Omelettflocken können jede für sich einen Knusperrand bekommen, das ist auch nicht übel.

Klappt es aber, liegt eine fluffige Omelettwolke in der Pfanne und man kann sie nach zwei Minuten Bräunung auf der anderen Seite auf einen Teller rutschen lassen.

Alles wiederholen mit der restlichen Masse ... dann hat man zwei.

Frisch und warm essen!

Möchte man Schinkenwürfel oder Zwiebeln zugeben, so kommen diese nach dem Öl und vor der Butter in die Pfanne und werden ein bisschen geröstet, bevor es weitergeht. Champignons, Gemüse und andere Feuchtwaren bereitet man besser im Wok zu und gibt sie dann dazu.

Melody am Dienstag, 26. August 2008
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